Mit einem Fuß in der Grauzone – Der schmale Grad zum Blackhat Seo

Blackhat oder Whitehat SeoSuchmaschinenoptimierung ist manchmal, wie betrunken mit verbundenen Augen Dart zu werfen. Der Grad zum Blackhat Seo ist meistens sehr schmal und wer sich erfolgsorientiert mit Seo beschäftigt, hat nicht selten mindestens einen Zeh im Graubereich und ist kurz davor sich zum Blackhat zu „mausern“.

Dabei spielt es eine außerordentlich untergeordnete Rolle, ob man sich als Affiliate um gute Platzierungen in Suchmaschinen wie Google & Co. bemüht oder dies im Kundenauftrag in Form von optimierten und extra „bemutterten“ Landingpages tut. Das Ziel ist immer gleich – Eine möglichst hohe Platzierung mit dem begehrten Keyword. Da darf es niemanden wundern, wenn so mancher auch mal unter der Augenbinde durch schielt um seine Treffer zu verbessern.

Die Regeln und Bandagen sind härter geworden und der Kampf um die hohen Plätze ließ in den vergangenen Jahren Blüten austreiben, die einem so gut wie keine Wahl mehr lassen – oder zumindest darüber nachdenken lassen, auch mal in die andere Kiste zu greifen um ein paar „schmutzige“ Seo Tricks ans Licht zu zerren.

Ob Suchmaschinenoptimierung sich heute noch mit „Ehrlich wird am längsten“ betiteln lässt, sei mal dahin gestellt. Tatsache ist: Hält man sich strickt an die Google Regeln und versucht sich z.B. an einem „natürlichen“ Linkaufbau, beißt man nicht selten auf Granit. Man wird feststellen, dass es alles andere als einfach ist, sich auf „natürlichem“ Weg geeignete Backlinks zu beschaffen. Backlinks sind aber auch heute noch wichtig. Sie mögen vielleicht ihre grundsätzliche Auswirkung auf die Platzierung verloren haben, aber sie haben andere Qualitäten. Wie kommt man also an geeignete Linkverweise…? Richtig, in dem man Kreativ ist. Je kreativer aber das Vorgehen ist, desto dunkler tönt sich der „Hut“.

Relevanz und Qualität als entscheidender Rankingfaktor? Klingt nach Heimatfilm aus den ’50gern

Was vor ein paar Jahren noch gängige Praxis war, und auch nichts mit Blackhat Seo zu tun hatte, ist heute ein guter Grund für eine Abstrafung durch Google. In der Vergangenheit scheint der Suchmaschinenmonopolist immer mehr ein Opfer seiner selbst geworden zu sein und treibt die Seo-Gemeinde durch seine Maßnahmen und dem streben nach den relevantesten Ergebnissen regelrecht dazu an, sich immer wieder neue Wege zu suchen um auch weiterhin oben mitzuspielen.

Fraglich ist, wer darüber entscheidet, ob das Ergebnis relevant oder der Content gut ist? Das Internet ist in weiten Teilen eine internationale Shopping Mall geworden und fast jeder hat irgendetwas an den Mann zu bringen und dabei heiligt der Zweck die Mittel. Klammert man rein informelle Inhalte einmal aus – denn hier ließe sich tatsächlich mit Relevanz und Qualität argumentieren, geht es um Produkte und den Verkauf der selben. Die Vorstellung, das sich ein Anhänger der Geisteswissenschaften oder jeder andere, der grundsätzlich keine monetären Absichten mit seinen Veröffentlichungen anstrebt, sich ernsthaft mit Suchmaschinenoptimierung beschäftigt um seine Publikation auf Platz eins zu sehen, fällt mir leidlich schwer. Vielleicht täte er dies, mit dem Ziel Sponsoren für seine Projekte zu erreichen oder anders, wenn er etwas an den Mann oder die Frau bringen möchte.

Die Lösung des Dilemma – Einfach weiter machen

Wie es aussieht, stecken wir ziemlich in der Klemme und der Weg hinaus, scheint der selbe zu sein, wie hinein. Entweder beginnt man damit, eigene Communities und Fangemeinden aufzubauen und entdeckt den guten alten Flyer wieder um Werbung zu betreiben – Ich empfehle meinen Kunden nicht selten auch diese Option in Betracht zu ziehen, oder man findet sich damit ab, dass der „Hut“ ein bisschen ergraut.

Mit „schmutzigen“ Tricks zu arbeiten ist ganz sicher der völlig falsche Weg. Besonders dann, wenn es um nachhaltige Optimierung und/oder  im Kundenauftrag geht. Kompetente Beratung und Aufklärung sollte hier im Vordergrund stehen. Suchmaschinen müssen ihre Algorithmen und Arbeitsweisen verborgen halten. Das ist gut und richtig so. Auch dann, wenn es einen mal erwischt. Selbst dann, wenn es objektiv betrachtet vielleicht nicht richtig war, immerhin sind ein Haufen Blackhats dabei auch über die Klinge gesprungen. Man sollte auch nicht aus den Augen verlieren, dass je schneller man einen Hasen jagt, je mehr Haken wir er schlagen.

Schon in der Vergangenheit hat es sich gezeigt, dass sich die „Angelegenheit“ in der ersten Zeit am besten aussitzen lässt. Blinder Aktionismus und die Erstürmung mit wehenden Fahnen führte meistens  eher zu hohen Verlusten als zum dauerhaften Erfolg. Es gibt also ausreichend Gründe sich zu beruhigen und sich nicht länger mit der Frage zu beschäftigen, welche Tönung der Hut hat, den man „trägt“. Hält man sich strickt an alle Regeln und versucht nicht, hier und da einen Hebel anzusetzen, wird man sich damit abfinden müssen nicht unbedingt so zu ranken, wie man es für fair halten würde. Ob man dann auch automatisch ein Whitehat Seo mit Blütenreiner Weste ist, steht auf einem anderen Blatt.

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