Zwickmühle SEO – Warum SEO nie endet

Seo-Strategie
Jeder der sich mit SEO beschäftigt, kennt das. Es gibt Projekte, die einfach nicht funktionieren. Die Arbeiten sind abgeschlossen, die Ladezeiten sind top, die Suchmaschinenoptimierung ist auch erledigt aber alle Erwartungen werden enttäuscht.

Auch nach Wochen des Wartens scheinen die üblichen Maßnahmen nicht zu fruchten und die Seite fristet ihr Dasein unverändert weit hinten in den SERPs. Irgendwas scheint bei der Optimierung gründlich schief gelaufen zu sein, oder ist man einfach nur zu ungeduldig? Besonders die jenigen, die sich zum ersten Mal mit Suchmaschinenoptimierung beschäftigen, neigen in diesem Fall zu Panikattacken, Schnappatmung und blindem Aktionismus, dabei wäre ein kühler Kopf und Ruhe bewahren eher angezeigt.

SEO ist ein bisschen wie Landwirtschaft

Es dauert meistens eine halbe Ewigkeit bis sich herauskristallisiert, ob die Keyword Optimierung der Webseite stimmig ist oder nicht. Bis dahin kann man nur hoffen, dass nicht dazwischen kommt.

Um eine gute „Ernte“ zu erzielen, spielen einige Faktoren eine mehr oder minder große Rolle. Es darf nicht zu kalt sein, nicht zu nass, nicht zu trocken, die Saat muss optimal sein… usw. Sind die Bedingungen optimal gewesen, kann man auch mit einem guten Ertrag rechnen. Waren sie es nicht, ist der Misserfolg auch nicht verwunderlich.

Suchmaschinenoptimierung mit Landwirtschaft zu vergleichen, ist ziemlich verwegen, in gewisser Weise aber auch recht zutreffend. So wie der Landwirt seine Saat ausseht und hofft, dass sich kräftige und gesunde Pflanzen daraus entwickeln, schickt der SEO seine Keywords „ins Rennen“ und hofft ebenfalls darauf, dass sie sich möglichst stabil und gut in den SERPs positionieren. Und weder das eine noch das andere funktioniert nach „Schema F“ oder lässt sich – mal eben – nebenbei erledigen und dann passt das schon. Beides braucht seine Zeit und ist ein Prozess, der nur bis zu einem gewissen Grad begleitet oder beeinflusst werden kann.

Weisheiten und Mythen – Hirn einschalten

Selbst wenn das theoretische Wissen zum Thema SEO sitzt, die Kür der Suchmaschinenoptimierung ist die Reproduzierbarkeit.

Wer sich zum ersten Mal mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung beschäftigt, sollte das Eis mit einer gewissen Skepsis betreten und nicht erwarten, dass er den eingesprungenen dreifachen Axel stehend absolviert nur weil er vermeidlich alles darüber gelesen hat.

Das Wissen der anderen über Suchmaschinenoptimierung oder das, was andere glauben darüber zu wissen, muss nicht zwangsläufig das sein, was auch das eigene SEO-Projekt in die Top 10 der SERPs katapultiert. Auch wenn es so scheint, dass Suchmaschinenoptimierung prinzipiell gewissen Regeln oder Gesetzmäßigkeiten zu folgen scheint, bleibt immer die Frage… welchen?

Als nächstes könnte man sich fragen, warum es nur so wenige SEOs schaffen. Wenn doch alles klar ist und jeder alles weiß, dann sollte es doch ein Kinderspiel sein mal eben die Top 10 zu stürmen, aber so ist es nicht. In jedem Mythos ist sicherlich ein Stück Wahrheit verborgen und diese könnte einen – ohne Umwege – zum Ziel führen. Wenn man doch nur sicher wüsste, welcher Teil echte Weisheit und welcher Mythos ist.

Das Keyword im Seitentitel, in der Description und in der Überschrift ist – zumindest in den meisten Fällen – wohl ein probate Mittel oder besser, dass absolute Minimum in Bezug auf Suchmaschinenoptimierung. Aber im Grunde genommen, ist es eher das absolute Minimum für die Erstellung einer jeden Seite im Netz. Auch dann, wenn man überhaupt keine SEO Ambitionen hat oder hatte.

Die Zeiten, in denen die Suchanfrage nach „unknown Document“ unzählige Treffer ausspuckte,  sind zum Glück vorbei und so ziemlich jeder dürfte verstanden haben, dass der Metatag Title kein bloßer Schmuck ist, sondern durchaus eine Funktion hat. Ebenso ist es mit der Description und der einleitenden Überschrift zu einem Text. Kann man machen, muss man aber nicht, aber Sinn macht es allemal.

Es scheint also so, dass auch der letzte Einsiedler verstanden hat, was das Minimum bei der Erstellung einer Webseite ist. Und dieses Minimum hat nichts mit SEO zu tun. Einige „Regeln“ lassen sich also getrost als die Garanten für eine Top-Platzierung in der Suchmaschine abschreiben oder gar als Mythos identifizieren.

Suchmaschinenoptimierung braucht langen Atem

Mal eben das Keyword in den Title, in die Description, in eine flotte Überschrift und hier und da noch in den Text gestreut, kann unter Umständen schon funktionieren und für eine gute Position in den SERPs sorgen, von Dauer wird es aber eher nicht sein. Um lange Freude an der guten Position des Keywords in der Suchmaschine zu haben, muss man sich mit dem Gedanken abfinden, Zeit zu investieren. Viel Zeit.

Aus dem Handgelenk schütteln lässt sich nichts und schnelle Erfolge sind nur selten zu erzielen. Für die ersten Schritte sind Keywords um die fünfzig- bis hunderttausend Bewerber nicht das Schlechteste. Die Methodik ist ähnlich, wie die bei den größeren Brocken und es macht ebenso viel Arbeit, aber die Erfolge stellen sich früher ein und das motiviert.

Hat man sich den einen oder anderen Nischenbereich erfolgreich „erkämpft“, und sich im Laufe der Zeit eine gewissen Anzahl an eigenen Webseiten zugelegt, wird man feststellen, dass sich nun auch andere Bereich erschließen lassen und nur noch die ganz großen Brocken in weiter Ferne sind.

Als Fazit lässt sich sagen, SEO ist spannend und ermüdend zugleich. Es braucht Geduld, Kreativität und einen langen Atem sich oder seine Projekt zu etablieren, aber am Ende kann man auf ein Konstrukt zurückblicken, dass durchaus einen gewissen Wert darstellen kann.

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One thought on “Zwickmühle SEO – Warum SEO nie endet

  1. Hi,
    ich befasse mich erst seit kurzem mit Suchmaschinenoptimierung und bin noch dabei mich durch alles durchzulesen. Das man viel Zeit investieren muss, hab ich auch festgestellt, leider fehlt mir die manchmal. Ich war schon kurz davor alles hinzuschmeißen, aber vielleicht gebe ich der Sache doch noch etwas mehr Zeit und warte erst malö ab.

    M.

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