Wo ist WordPress in fünf Jahren?

WordPress ist das beliebteste Content Management System Weltweit. Seit seinem erscheinen 2004 hat es sich in seiner Grundfunktion jedoch kaum verändert. Einige Features, die frühzeitig dazu gekommen sind außer Acht gelassen, ist WordPress auch 2022 in erster Instanz ein Blog-System. Wir haben uns gefragt wohin die Reise gehen könnte und ob WordPress tatsächlich nur ein Blog-System ist.

Für WordPress Entwickler ein Meilenstein – Version 4.7

2016, mit release der Version 4.7 (Traditionell benannt nach einer Jazz-Berühmtheit) und der Freigabe der WP_REST API, gab es eine der ersten größeren Neuerungen.

Von der Freigabe der WP_REST API profitierte der normale WordPress Nutzer nur in einem sehr geringen Umfang und viele dürften davon nichts mitbekommen haben.

Für WordPress Entwickler war diese Neuerung aber alles andere als banal. Durch das anzapfen der WP_REST API eröffneten sich ganz andere Möglichkeiten und Optionen WordPress zu nutzen. Mit etwas Know how und guten Programmierkenntnissen ließen sich aus dem schnöden Blog-System plötzlich sogar Geschäftsmodelle stricken.

Die WordPress Community is not amused – Version 5.0

2018, mit release der WordPress Version 5.0 (ebenfalls nach einer Jazz-Ikone benannt) und dem neuen Editor mit dem Namen Gutenberg, wurde nun auch den WordPress Nutzern etwas neues geboten. Es wurde erstmals möglich einer Seite oder einem Beitrag ein ganz eigenes Layout zu verpassen, auch ohne den Einsatz eines zusätzlichen WordPress Plugin.

Der Jubel um die Einführung von Gutenberg hielt sich allerdings in Grenzen. Viele wünschten sich das alt gewohnte zurück und in der WordPress Community war eine deutliche Ablehnung erkennbar. Welcher Flügel am unzufriedensten war, WordPress Entwickler oder Nutzer, ist unklar.

Das Grollen in der Community war durchaus verständlich. Viele Content Creator sahen sich gezwungen sich erst einmal mit einem neuen Tool auseinandersetzen zu müssen, anstatt – wie gewohnt – einen Artikel einfach herunter zu schreiben und einige WordPress Dienstleister und Plugin-Entwickler sahen ihre Felle davon schwimmen.

Die Lage beruhigte sich aber schnell wieder, denn geändert hatte sich nichts. Der Anschein, WordPress würde mit kommenden Updates Features implementieren die vorher Plugin gestützt waren, löste sich auf.

WordPress 10 – Wie könnte das aussehen?

Die Macher hinter WordPress bleiben stur. Gutenberg ist geblieben und daran wird sich auch nichts mehr ändern. Wo WordPress letztendlich hinsteuert, ist nahezu nebensächlich. Als WordPress Entwickler, genauso wie als reiner Nutzer, wird man sich anpassen – oder Alternativen finden – müssen.

WordPress ist 2022 immer noch  das, was es 2004 schon war. Eine Blog Software die sich mit Plugins oder Programmierkenntnissen zu dem erweitern lässt, was man gerne hätte.

Vielleicht ist es gar nicht so interessant, wo WordPress in fünf Jahren ist. Möglicherweise ist es viel interessanter, wohin sich all die unersetzlichen Plugins entwickeln. Denn deren Trend ist klar ablesbar. Brauchbare Plugins, die den WordPress Nutzer ohne Premium-Features happy machen, gibt es eigentlich gar nicht mehr. Ohne Plugins, ist WordPress einfach nur ein Blog!

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